Vereinsreise
23 gut gelaunte Turnerinnen, 21 gäggeligäli E-Bikes, ein Promi-Moment, Aperol und jede Menge Geschichte(n)
Früh aufstehen hiess es für den FTV am Samstag, 29. August 2026. Bereits um 6.30 Uhr versammelten sich 23 mehr oder weniger ausgeschlafene aber gut gelaunte Turnerinnen am Bahnhof Frick. Das Ziel unserer diesjährigen Vereinsreise: die schöne Bodenseeregion.
Mit dem Zug ging es zunächst nach Kreuzlingen, wo uns Ekehard mit 21 gäggeligälen E-Bikes empfing (zwei von uns frönten lieber dem Shopping-Sport). Geduldig wies er uns in die Geheimnisse seiner knallgelben motorisierten Drahtesel ein, bevor er die Turnerinnen mit ihren etwas anderen Turngeräten mutig Richtung Untersee entliess. Unsere kaum zu übersehende Velokolonne setzte sich erstaunlich galant in Bewegung.
Schon bald liessen wir Kreuzlingen hinter uns und radelten durch das Tägermoos Richtung Untersee. Vorbei an weitläufigen Gemüsefeldern führte uns die Route Richtung Gottlieben und weiter nach Ermatingen, immer wieder mit herrlichem Blick über den Untersee, dessen erschreckend tiefer Wasserstand der einzige Wermutstropfen blieb. Spätestens hier zeigte sich: Der Thurgau kann mehr als Äpfel.
Eigentlich wäre unser erster Kaffeehalt bei den berühmten Gottlieber Hüppen vorgesehen gewesen. Die Anfrage der Organisatorinnen war dort jedoch auf wenig Gegenliebe gestossen – möglicherweise fürchtete man, dass bei einundzwanzig sportlichen und adretten Turnerinnen die Hüppen plötzlich nur noch die zweitgrösste Attraktion in Gottlieben gewesen wären. Wie sich wenig später zeigen sollte, hatte diese Absage allerdings auch ihr Gutes.
Der Kaffeehalt wurde also nach Ermatingen umdisponiert. Offenbar hatten die Organisatorinnen allerdings die sportlichen Ambitionen der Gruppe etwas unterschätzt – oder die Wirkung eines E-Bike-Motors. Wir waren jedenfalls so zügig unterwegs, dass wir deutlich vor der vereinbarten Zeit eintrafen –die Gartenwirtschaft lag noch im Dornröschenschlaf. Was also tun mit der unverhofft gewonnenen Zeit? Natürlich ein Gruppenfoto!
Dafür stellten wir uns mit der für einen Turnverein gebotenen Disziplin peinlich genau in einer Reihe vor dem Ufer des Bodensees auf. Bis alle am richtigen Ort standen, niemand verdeckt wurde und die Reihe einigermassen fototauglich aussah, war vermutlich mehr Koordination erforderlich als bei mancher Turnstunde.
Nun fehlte nur noch jemand, der auf den Auslöser drückte. Kurzerhand sprach Susanne eine zierliche Frau an, welche sich sympathisch und unkompliziert dazu bereit erklärte, ein Foto von uns zu machen. Wir staunten nicht schlecht, als wir erkannten, wen wir da engagiert hatten: Niemand Geringeres als die Walliser Mundartsängerin Sina stand vor uns. So kamen wir noch vor dem ersten Kaffee völlig ungeplant zu einem kleinen Promi-Moment am Bodensee.
Natürlich durfte nach dieser überraschenden Begegnung auch ein gemeinsames Selfie nicht fehlen. Und spätestens da wurde klar: Sina machte das definitiv nicht zum ersten Mal.
Aufgeputscht von Koffein und Adrenalin radelten wir weiter zum Napoleonturm Hohenrain oberhalb von Wäldi. Wer nun dachte, mit der E-Bike-Fahrt sei der sportliche Teil des Tages bereits erledigt, hatte die Rechnung ohne die 208 Treppen des Turms gemacht. Oben angekommen wurden wir dafür mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Natürlich durfte auch das obligate Turmspitzen-Shötli nicht fehlen – schliesslich will so eine Turmbesteigung gebührend gefeiert werden.
Ganz in der Nähe erwartete uns bereits Sabrina in ihrer gemütlichen Besenbeiz – und zwar nicht einfach nur mit offenen Armen, sondern gleich mit einem Aperol.
Sabrina ist selbst Turnerin und hat uns freundlicherweise erlaubt, bei ihr zu picknicken. Sie bewirtete uns mit so viel Herzlichkeit und Leidenschaft, dass frau durchaus noch etwas hätten sitzen bleiben können – aber wir hatten einen Zug in Kreuzlingen zu erwischen.
Dieser brachte uns nach Stein am Rhein, wo bereits der nächste Programmpunkt wartete: eine Stadtführung. Und diese sollte es in sich haben. Mit grosser Begeisterung führte uns der rüstige Senior durch die wunderschönen Gassen des Städtchens und erzählte uns sämtliche Schauermärchen der Stadtgeschichte. Wo genau die historischen Tatsachen endeten und die Fantasie unseres Stadtführers begann, wissen wir nicht so genau. Aber vielleicht sollte man eine gute Geschichte auch nicht mit allzu vielen Fakten verderben.
Nach so viel Geschichte – oder zumindest Geschichten – war es Zeit für den gemütlichen Teil. Wir genossen noch etwas freie Zeit im Städtchen, bevor wir uns auf den Heimweg machten.
Zurück in Frick beschloss ein Teil unserer Truppe spontan, die Vereinsreise bei Pizza und Sardi im neuen Hirschen ausklingen zu lassen – schliesslich mussten die Kohlenhydratspeicher wieder aufgefüllt werden.
So ging eine rundum gelungene Vereinsreise zu Ende: mit viel Bewegung, wunderschöner Landschaft, herzlicher Gastfreundschaft, reichlich Gelächter, einer unerwarteten Begegnung mit Sina und Geschichten, bei denen man nicht jedes Detail auf seinen historischen Wahrheitsgehalt überprüfen sollte.
Ein herzliches Dankeschön an die Organisatorinnen für diesen abwechslungsreichen Tag – wir sind gespannt, wohin uns die nächste Vereinsreise führt!
Autorin: Cornelia Ernst
Turnfest Seengen
Es wird heiss, sehr heiss! Das wussten die vierzehn Frauen des FTV Gipf-Oberfrick alle im Voraus. Die Wettkampfbedingungen waren aber schlussendlich nahezu perfekt, denn alle Wettkämpfe durften am Vormittag bei äusserst angenehmen Temperaturen durchgeführt werden. Auch der Wettkampfplatz, dem man die starke Abnutzung der Vortage bereits sehr gut ansah, war durch den Regen am Vorabend wunderbar aufgeweicht.
Also nichts wie los und die Bestleistung abrufen, das war der Plan. Alle waren gespannt, ob dies auch gelingen würde, denn leider fielen in der letzten Trainingswoche verletzungshalber ganz kurzfristig noch zwei Turnerinnen aus. Würde der Spielablauf mit den teils neu gemischten Teams ebenso gut funktionieren wie in der alten Konstellation? Dies würde sich zeigen.
Alle sechs Spiele des dreiteiligen Vereinswettkampfes erforderten Geschicklichkeit mit verschiedenen Bällen, gute Koordination im Spielablauf und natürlich eine ausgezeichnete Kondition, damit man die zweiminütigen Spiele mit einer möglichst hohen Punktzahl absolvieren konnte. Dies gelang den Frauen recht gut, natürlich mit dem einen oder anderen Ballverlust und auch der allseits bekannten Luft nach oben. Mit der Schlussnote von 27.36 belegten die Turnerinnen den guten neunten Rang von total 41 und konnten somit äusserst zufrieden sein.
Die erste wohlverdiente Abkühlung erfolgte umgehend nach dem letzten Wettkampf im Brunnen. Die zweite Abkühlung fand im Hallwilersee statt. Dann stand die vierte Disziplin auf dem Programm: Chillen, entspannen und feiern. Auch darin hatten die Frauen grossen Erfolg und konnten eine Bestnote mit nach Hause nehmen. Zu später Stunde wurden die Turnerinnen wieder zurück ins Fricktal gefahren. Vielen Dank an unsere Chauffeuse Marlise und auch ein herzliches Dankeschön der Garage Vasellari, Möhlin, für den Bus. Das Turnfest Seengen bleibt allen in Erinnerung als eines der heissesten Turnfeste, aber auch als eines mit viel Spass und Teamgeist.
Autorin: PetraBaltischwiler
Vorbereitungswettkampf Turnfest
Bald ist es soweit. Am Samstag, 20. Juni 2026, findet das Turnfest in Seengen statt. Die Frauen des FTV sind schon seit einigen Wochen am Üben und so langsam aber sicher gilt es ernst.
Vor ein paar Tagen konnten sie ihr Können am Trainingsabend in Wölflinswil unter Beweis stellen. Fazit: Vieles geht schon ganz gut, einige Abläufe und auch das Zuwerfen mit den vielen verschiedenen Bällen kann aber noch optimiert werden.
Somit gilt für die letzten Trainingstage wortwörtlich für alle: Unbedingt am Ball bleiben!
Autorin: Petra Baltischwiler